2+1-Protokoll
Der neue Standard für Dialysekatheter
Zentralvenöse Katheter bergen ein hohes Komplikationsrisiko für Dialysepatienten. In vielen Fällen ist dieser Zugang jedoch die einzige und/oder beste Option.
Um dieses Problem zu lösen, haben wir das 2+1-Protokoll entwickelt: Prophylaktisches Blocken mit TauroLock™-HEP500 zweimal und TauroLock™-U25.000 einmal pro Woche. Diese Formel hat sich als wirksame Prävention erwiesen – nicht nur gegen katheterassoziierte Infektionen, sondern auch gegen Okklusion, Thrombose und Funktionsstörungen bewährt.
Von Experten empfohlen
Prof. Dr. Gürkan Sengölge ist Nephrologe mit über 20 Jahren Erfahrung. Er hat das 2+1-Protokoll als Standardbehandlung an der Universitätsklinik für Nephrologie in Wien etabliert. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang katheterbedingter Komplikationen:
- 75 % weniger Infektionen (Rückgang auf 0,7 Episoden pro 1.000 Kathetertage)
- 60 % weniger Funktionsstörungen
- 50 % weniger Bedarf an Alteplase
Insgesamt wurden die Behandlungskosten um 43 % gesenkt. Gleichzeitig verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten erheblich. Sie benötigten weniger Eingriffe, weniger Krankenhausaufenthalte und weniger Katheterwechsel.
Hintergrund: Taurolidin-Citrat mit Heparin (Taurolock/Hep) ist eine vielversprechende zentralvenöse Katheter-Locklösung. Trotz ihrer universellen Verwendung bei unseren Hämodialysepatienten war die Häufigkeit von Katheterfehlfunktionen hoch. Taurolock/Hep und Taurolock/U (Taurolidin-Citrat mit Urokinase) sollten als Katheter-Locklösungen verglichen werden, um festzustellen, ob eine der beiden Lösungen die katheterassoziierte Dysfunktion reduzieren kann.
Methoden: In dieser prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie wurden Patienten für die Verabreichung von Taurolock/Hep oder Taurolock/U randomisiert und 6 Monate lang beobachtet. Episoden akuter Katheterthrombose, Notwendigkeit von rekombinantem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (rt-PA) und Inzidenz von katheterassoziierter Blustrom-Infektionen („catheter-related bloodstream infection", kurz CRBSI) wurden samt Dialyse-Adäquatheit (Kt / V), Blutflussraten (BFRs) und unerwünschten Vorfällen aufgezeichnet.
Ergebnisse: Es gab 93 Inklusionen (85 Patienten) in der Taurolock/Hep-Gruppe und 84 Inklusionen in der Taurolock/U-Gruppe (79 Patienten). Drei Katheter wurden in der Taurolock/Hep-Gruppe wegen akuter Thrombose entfernt, wobei kein Katheter aus dem gleichen Grund in der Taurolock/U-Gruppe entfernt wurde. Die Gesamtzahl an Katheterwechseln wegen akuter Thrombose und CRBSI war in der Taurolock/U-Gruppe deutlich niedriger (P = 0,028): rt-PA wurde in der Taurolock/U-Gruppe deutlich seltener als in der Taurolock/Hep-Gruppe (p = 0,006) eingesetzt. Darüber hinaus wurden höhere BFR und Kt/V in der Taurolock/U-Gruppe als in der Taurolock/Hep-Gruppe festgestellt, obgleich die Unterschiede nicht durchgehend signifikant waren.
Fazit: Taurolock/U ist eine sichere und effektive Dialysekatheter-Locklösung mit einer geringen Häufigkeit von Katheterwechseln.
Katheterassoziierte Infektionen und Dysfunktion sind die ausschlaggebenden Katheterkomplikationen, die bei Hämodialyse-Patienten zu Morbidität und Mortalität führen. Allerdings liegen keine konsistenten Daten für die Wahl von Katheter-Locklösungen für getunnelte Hämodialyse-Katheter vor. In dieser prospektiven, multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie wurden zwei Lock-Protokolle, die drei handelsübliche Katheter-Locklösungen verwenden, in 106 Hämodialysepatienten mit neu implantiertem getunneltem Zentralkatheter miteinander verglichen. In der Taurolidin-Gruppe wurde TauroLock™-Hep500 zweimal pro Woche und TauroLock™-U25.000 einmal pro Woche verwendet. In der Citrat-Gruppe wurde nach jeder Dialyse eine vierprozentige Citratlösung verwendet. Beide Gruppen wurden hinsichtlich katheterassoziierter Infektionen, Katheterdysfunktion und Kosten verglichen. Über einen Zeitraum von 15.690 Kathetertagen traten bei sechs von 52 Patienten in der Taurolidin-Gruppe sechs katheterassoziierte Infektionen auf, im Gegensatz dazu 18 bei 13 von 54 Patienten in der Citrat-Gruppe, entsprechend 0,67 und 2,7 Episoden katheterassoziierter Infektionen pro 1000 Kathetertage. (Inzidenzratenverhältnis 0,25, 95 % Konfidenzintervall 0,09 bis 0,63). Die Katheter-Dysfunktionsraten waren in der Taurolidin-Gruppe deutlich niedriger (18,7 vs. 44,3/1000 Kathetertage) und die Alteplase-Anwendung in der Citratgruppe deutlich häufiger (9,8 vs. 3,8/1000 Kathetertage). Diese Unterschiede führten zu signifikanten Kosteneinsparungen von 43 % in der Taurolidin-Gruppe im Gegensatz zur Citrat-Gruppe, wobei die Gesamtkosten pro Patient und Jahr verglichen wurden. Somit reduzierte die Verwendung von taurolidinbasierten Katheter-Locklösungen mit Heparin und Urokinase die mit getunnelten Hämodialysekathetern verbundenen Komplikationen im Vergleich zu einer vierprozentigen Citratlösung signifikant und erwies sich insgesamt als kosteneffizienter.
…Grundsätzlich ist in jedem Zentrum ein möglichst niedriger Wert anzustreben. Um dies zu erreichen, kann das Blocken mit antibakteriell wirksamen Locklösungen Bestandteil eines Maßnahmenpakets bei überhöhten Blutstrominfektionsraten bei Katheterpatienten sein (Kat. IB)…Taurolidin oder Gentamicin wirken ausschließlich antimikrobiell…Citratlösungen verfügen über… – in höheren Konzentrationen – zumindest partiell antimikrobielle Wirksamkeit, die jedoch unzureichend gegen Staph. aureus wirkt.
…Eine weitere Option besteht im intermittierenden (1x wöchentlichen) Einsatz von Urokinase als Locklösung (Kat. IB)…
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